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Bausparen als Geldanlage
In den letzten zwei Jahren hat das Bausparen für die Deutschen wieder deutlich mehr an Attraktivität gewonnen. Der Dienst von Bausparkassen beschränkt sich auf die Bereitstellung von Mittteln zur Wohnungsbaufinanzierung. Dem Bausparen liegt ein kollektiver Spargedanke zugrunde. Wenn jeder einzelne für sich selbst spart, sind alle erst nach einer bestimmten Anzahl von Jahren fertig.
Beim Bausparen wandern aber die Mitgliedsbeiträge in einen großen Topf, aus dem dann nach und nach die Mitglieder schöpfen können. So reduziert sich für alle die Wartezeit auf das erforderliche Kapital. Das Bausparen wird durch die Zahlung von Wohungsbauprämien und Arbeitnehmersparzulagen für vermögenswirksame Leistungen von staatlicher Seite gefördert.
Der Bausparvertrag
Ein Bausparvertrag ist dadurch charakterisiert, dass zwischen der Bausparbank und dem Anleger eine Bausparsumme zur Erlangung eines Bauspardarlehens vereinbart wird. Die Bausparsumme besteht aus dem Sparguthaben des Bausparers, welche sich auf ca. 40% der Vertragssumme beläuft, welches jährlich verzinst wird, und dazu kommt noch das Bauspardarlehen, welches sich auf ca. 60% der Vertragssumme beläuft.
Durch den Bausparvertrag erwirbt der Sparer ein von der Bank unkündbares Bauspardarlehen. Nach dem Ablauf der Mindestsparzeit und dem Erreichen der Mindestsparguthabens wird einem die Vertragssumme zugeteilt. Das Darlehen samt Zinsen wird monatlich zurückgezahlt.
Entwicklung des Bausparen
Bausparen wurde in der zweiten Hälfte der zwanziger Jahre des vorangegangenen Jahrhunderts in Deutschland richtig populär. Quasi zum Zeitpunkt der finanziellen und wirtschaftlichen Krisen in den Wirren der Weimarer Republik. 1924 wurde die erste private Bausparkasse gegründet, 1929 die erste öffentlich-rechtliche.
Vorher gab es nur kleinere, meist regional begrenzte Bau- und Sparvereine, die den zuvor schon existierenden Wohnungsbaugenossenschaften glichen. Ende der 30er Jahre kehrte man dem Lossystem den Rücken zu und wandte sich fortan dem Bewertungsverfahren zu. Der Zuteilungstermin richtete sich ab dann nach der Art und Weise der Sparkapitalbildung des Bausparers.
Bausparkassen vergleichen
Zurzeit gibt es 15 private Bausparkassen, welche alle in Form von Aktiengesellschaften bestehen. Diese Regelung gibt es seit 1973 für neu auf den Markt erscheinende Bausparkassen. Bausparkassen gehören meist Versicherungsgesellschaften oder Banken. Schwäbisch-Hall und Wüstenrot sind Namen, die jeder schon mal im Zusammenhang mit dem Bausparen gehört haben wird. Daneben gibt es noch elf Landesbausparkassen.
Da sich die Beiträge bei den unterschiedlichen Bausparkassen unterscheiden können, vor allem was den Zinssatz angeht, sollte man vor einer solchen Entscheidung die in Frage kommenden Bausparkassen vergleichen. Angebote zum Vergleich einzuholen ist nie verkehrt, und man fühlt sich auch umso besser, wenn man sich hinterher sicher sein kann, dass man das für sich